Am Sonntag, den 11.01.2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Beilstein um 13:59 Uhr durch die ILS Heilbronn bereits zum zweiten Mal an diesem Tag, dieses Mal mit dem Alarmstichwort „Überlandhilfe“ zu einem B4-Alarm nach Oberstenfeld in die Gronauer Straße alarmiert.
Gemäß der geltenden Alarm- und Ausrückeordnung wurde die Feuerwehr Beilstein zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte nach Oberstenfeld entsandt. Bereits auf der Anfahrt zum Feuerwehrgerätehaus zeigte sich eine enorme Rauchsäule. So bot sich beim Eintreffen das Lagebild einer Lagerhalle auf einem ehemaligen Fabrikgelände, welche in voller Ausdehnung im Vollbrand stand.
Die Feuerwehr Beilstein unterstützte die Feuerwehr Oberstenfeld umfassend bei den Löschmaßnahmen, insbesondere mit Atemschutzgeräteträgern sowie all unseren Fahrzeugen. Aus einsatztaktischer Sicht wurde die Einsatzstelle in mehrere Einsatzabschnitte gegliedert, von denen einer unter der Leitung des Kommandanten der Feuerwehr Beilstein stand.
Die Brandbekämpfung gestaltete sich äußerst umfangreich und aufwendig. Der Brand wurde mit mehreren Rohren von außen bekämpft, zusätzlich kamen zwei Wenderohre über Drehleitern sowie Wasserwerfer zum Einsatz, da ein Innenangriff zunächst zu gefährlich war. Nachdem das Feuer unter Kontrolle gebracht werden konnte, waren an der einsturzgefährdeten Lagerhalle umfangreiche Nachlöscharbeiten notwendig, welche unter anderem mithilfe eines Teleskopladers durchgeführt wurden. Trotz des großen Ausmaßes gab es keine Verletzten.
Nach rund sechs Stunden konnte der Überlandhilfe-Einsatz für die Kameradinnen und Kameraden der Beilsteiner Wehr beendet werden.
Zur Sicherstellung des Grundschutzes in Beilstein wurde unter anderem die Feuerwehr Ilsfeld vorübergehend in die Primäralarmierung für Beilstein integriert.
Im Einsatz befanden sich neben uns die Feuerwehren Oberstenfeld, Großbottwar, Marbach, Kornwestheim, Remseck und Ludwigsburg, welche mit weiteren Kräften und einigen Spezialfahrzeugen unterstützen. Ebenso waren zahlreiche Kräfte von Rettungsdienst, Polizei, Fachberatern, dem THW und der Kreisbrandmeister des Landkreises Ludwigsburg vor Ort. In der Spitze waren rund 170 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle.
Ein ausführlicher Einsatzbericht ist über die Feuerwehr Oberstenfeld sowie in der Presse abrufbar.